Finanzen und Wertvorstellungen. 
#5 Qualitäten, die Sie (finanziell) voranbringen

Welche Werte sind Ihnen wichtig? Vielleicht Ehrlichkeit, Vertrauen, Respekt oder Mut? Unser Wertesystem bestimmt maßgeblich, wer wir sind und welche Rolle wir innerhalb der Gesellschaft einnehmen. Doch hätten Sie gedacht, dass bestimmte Wertvorstellungen nicht nur unsere Persönlichkeit beeinflussen, sondern auch unsere monetären Entscheidungen? Wir haben 5 wichtige Qualitäten zusammengetragen, die Sie nicht nur finanziell voranbringen können.

1. Empathie

Empathie oder auch Einfühlungsvermögen ist die Fähigkeit, sich selbst gedanklich in eine andere Person hineinzuversetzen. Durch Empathie gelingt es, Dinge aus der Perspektive eines anderen zu sehen. 

Während Empathie früher leicht in die „gefühlige“ Ecke gestellt wurde und nichts in der Geschäftswelt zu suchen hatte, ist das heute anders. Empathie gilt als eine der wichtigsten Kompetenzen im Beruf. Warum? Wer empathisch ist, kann aktiv zuhören. Er erfährt mehr und bekommt tiefergehende Informationen von seinem Gegenüber. 

So macht Empathie es möglich, zwischen den Zeilen zu lesen. Sie erfahren also auch Dinge, die das Gegenüber so vielleicht gar nicht (bewusst) preisgeben wollte. Man geht davon aus, dass 90 % unserer Kommunikation nonverbal abläuft – also nicht mit Worten ausgesprochen wird. Kein Problem dank Empathie. 

Deswegen sind empathische Menschen erfolgreicher im Job. Ihnen fällt es leicht zu verstehen, was ihre Kunden und Geschäftspartner wirklich wollen. Dadurch können sie in ihrem Gegenüber lesen und so das künftige Verhalten und die Entscheidungen korrekt ableiten. Das wirkt sich auch monetär aus. Und ist Empathie jetzt Frauensache? Jein. Frauen gelten als empathischer. Forschungen zeigen, dass sie im Durchschnitt eine höhere emotionale Intelligenz aufweisen. Einen genetischen Grund für mehr Empathie bei Frauen konnte man bisher allerdings nicht finden.

2. Optimismus

Der Pessimist sieht in jeder Chance eine Bedrohung. Der Optimist in jeder Bedrohung eine Chance.

– Chinesisches Sprichwort

Optimismus ist mehr als eine kurzfristige Laune. Es ist eine generelle Sicht auf die Welt, die sich auch an schlechten Tagen nicht ändert. Wer grundsätzlich an einen positiven Ausgang glaubt, zeigt Optimismus. Und das lohnt sich: Studien zufolge sind Optimisten nicht nur glücklicher und gesünder, sie leben auch länger und sind sogar erfolgreicher. 

Das liegt unter anderem an etwas, das man „positive Fokussierung“ nennt. Wer optimistisch an eine Sache herangeht, konzentriert sich auf das, was gut werden soll. Das ist nicht immer einfach, denn wir sind darauf trainiert, Fehler zu finden und Defizite zu erkennen. Produktiver ist es aber, auf die gelungenen Dinge aufzubauen. Nach dem Motto: Denke Gutes und rede darüber. 

Das gilt übrigens auch beim Thema Geldanlage. Optimistischen Menschen fällt es zum Beispiel leichter, Schwankungen der Kurse auszuhalten. Das bedeutet nicht, dass Risiken auf naive Weise ignoriert werden. Vielmehr glauben Optimisten an sich und an den Erfolg ihrer einmal getroffenen Entscheidung. So können sie auch von langfristigen Effekten profitieren. Deswegen sind Fonds besonders geeignet für Optimisten. 

Aber keine Sorge: Optimismus kann man tatsächlich auch erlernen. Wer seine innere Haltung trainiert, kann sich selbst ganz bewusst zum Optimisten entwickeln.

3. Ehrlichkeit

Ehrlichkeit soll uns finanziell voranbringen? Müssen wir nicht kühl und berechnend, vielleicht sogar verschlagen und hinterlistig sein, damit es in der Kasse klingelt? Nein. Zwar lassen sich auch erfolgreiche Menschen nicht jederzeit in die Karten schauen, aber sie haben eine verbindliche Einstellung zu dem, was sie sagen. Das ist wichtig, wenn Sie finanziell vorankommen wollen. Dafür gibt es zwei Gründe. 

1. Ehrliche Menschen sind bereit, sich und anderen auch unbequeme Fragen zu stellen. Läuft gerade tatsächlich alles so gut, wie ich glaube? Kann ich mir das wirklich leisten? Müsste ich eigentlich mehr sparen? Will ich auch in Zukunft noch auf dem gleichen Lebensstandard leben? Oder möchte ich nicht (nur) meinen Status Quo halten? Indem ehrliche Menschen sich und ihre Situation reflektieren, können sie Entscheidungen mit großer Weitsicht treffen. 

2. Ehrliche Menschen sind effizienter. Wenn Sie ehrlich sind, lassen Sie die anderen wissen, was Sie bewegt und Sie fragen die Dinge, die Sie wirklich interessieren. Sie verlieren keine Zeit durch das Verschleiern von Wissenslücken, sondern kommen direkt zum Punkt. Indem Sie zugeben, nicht alle Antworten zu kennen, offenbaren Sie zwar Schwächen, können aber mit dem Team gemeinsam schneller zu einer Lösung kommen.

4. Freiheit

Freiheit gehört in unserer Gesellschaft zu den wohl zentralsten Werten. Auch wenn persönliche Freiheit für jeden von uns etwas anderes bedeutet, steht doch eines fest: Es geht darum, ohne Zwang selbst entscheiden zu können. Wer frei ist, kann wählen, was er möchte. Menschen, für die Freiheit zu den besonders wichtigen Werten gehört, haben nicht selten ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Geld. Dabei kann doch kein Geld der Welt uns wirklich Freiheit erkaufen. Oder doch? 

Um ihre Autonomie zu bewahren, behalten freiheitsliebende Menschen ihre finanzielle Situation genau im Blick. Denn Geldsorgen machen das Leben alles andere als frei. Die Spielräume werden klein. Wenn Geld fehlt, steckt uns das enge Grenzen und lässt wenig Raum für Freiheit. 

Wenn Ihnen der Wert Freiheit viel bedeutet, dann möchten Sie selbst entscheiden, wie Sie leben. Sie möchten sich Ihrem Geschmack entsprechend einrichten und kleiden, möchten dorthin reisen, wo es Ihnen gefällt. All diese Freiheiten haben ein Preisschild. Deshalb ist es gerade für Menschen, die sich nicht gerne in Abhängigkeiten begeben wichtig, sich auch finanzielle Unabhängigkeit zu verschaffen. 

Das bedeutet ein hohes Maß an Eigeninitiative. Es bedeutet, sich einen genauen Überblick über die eigenen Geldströme zu verschaffen und wie sich diese zukünftig entwickeln. Und es bedeutet auch: sparen. Sparen mag sich im ersten Moment nicht nach Freiheit anhören, ist aber die Grundvoraussetzung, um zum Beispiel durch Aktien oder Fonds, selbst Vermögen aufzubauen und damit finanziell unabhängig zu werden.

5. Offenheit

Sind Sie ein offener Mensch? Dann fallen Ihnen viele Dinge im Leben einfach leichter. Kontakte knüpfen, ein neues Team, eine neue Stadt – all das ist für Sie erst einmal interessant und schüchtert Sie nicht ein. Vor allem aber haben Sie eine ausgeprägte Bereitschaft, zu lernen. 

Diese Qualität ist zum Schlüssel unseres ganzen Systems geworden. Denn in der heutigen Informationsgesellschaft fließen die Fakten rasend schnell. Einen einmal abgeschlossenen Wissenstand gibt es nicht mehr. Vor wenigen Jahren konnte man seinem Beruf noch bis zur Rente gut ausüben, wenn man sich am Anfang seiner Karriere einmal durch die Ausbildung oder das Studium geschleppt hatte. Das ist heute anders. 

Wissen veraltet. Bereits nach 5 bis höchstens 10 Jahren sind die Inhalte einer Ausbildung überholt. Bei Fachwissen, das sich auf Technologie bezieht, geht man sogar von nur 2 Jahren aus. Die Fakten, die man einst gelernt hatte, sind danach schlicht nicht mehr richtig. 

Die Lösung: Offenheit. Bleiben Sie am Ball und hinterfragen Sie Ihren eigenen Wissensstand jederzeit kritisch. Nicht mehr Wissen ist Macht, sondern Lernen – und die Fähigkeit, aus Informationen Wissen zu generieren. „Das haben wir früher immer so gemacht.“ mag stimmen, ist aber kein Grund dafür, morgen nicht genau das Gegenteil zu versuchen. Auch die Welt der Finanzen ändert sich und ist heute nicht mehr nur wenigen Fachexperten zugänglich. Durch Videos, Podcasts und Web-Seminare können Sie sich selbst ein eigenes Bild machen und sich dieses Wissensgebiet erschließen. Ihre Offenheit wird Sie dazu bringen, mehr aus sich und aus Ihrem Geld zu machen.