Nachhaltige Weihnachten: Bewusst und besinnlich schenken und feiern

Die Vorweihnachtszeit und die Festtage laden dazu ein, es sich gut gehen zu lassen und die gemütliche Zeit zu genießen. Wir haben mal unsere Kollegin Robin gefragt, wie sie Weihnachten verbringt. Bei ihr geht es erstaunlich nachhaltig zu. Haben Sie auch Lust auf "Green Christmas"? Vielleicht wird mit Robins Tipps, Tricks und Geschenkideen auch Ihr Weihnachtsfest noch grüner. Probieren Sie es aus! 

O Tannenbaum

Etwa 30 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich in Deutschland gekauft. Zahlreiche Familien erfreuen sich an ihrem Glanz. Doch nach nur wenigen Tagen landet der schöne Baum auf dem Müll. Wer nicht auf den geliebten Baum verzichten möchte, sollte unbedingt auf die Herkunft und auf Siegel wie FSC, Bioland, Bio oder Naturland achten. Plastiktannen sind übrigens auch nicht immer nachhaltiger. Wussten Sie, dass ein künstlicher Baum mindestens 6 Jahre lang genutzt werden muss, um eine vergleichbare Bilanz zu erzielen wie ein echter Baum? Mein Tipp ist deshalb: Eine Vase mit schönen Tannenzweigen kann auch ein weihnachtlicher Hingucker werden. Mit Kugeln und anderem Weihnachtsschmuck sieht auch das sehr festlich aus. Auch ein Weihnachtsbaum im Topf ist eine schöne Alternative. Das habe ich auch schon mal mit meiner Familie ausprobiert. Leider waren die Wurzeln des Baums schon beschädigt, sodass er es nicht bis zum diesjährigen Weihnachtsfest geschafft hat. Doch aus losem Tannengrün lässt sich auch ein schöner Weihnachtsbaum zaubern. Dazu braucht man nur ein paar Zweige, einen Topf, einen langen Stiel und etwas Draht.

Alle Jahre wieder

Die Suche nach schönen Geschenken für die Liebsten beginnt und damit verbunden die Frage: Was wünschst du dir? Auch beim Geschenkekauf kann man auf nachhaltig gefertigte und fair gehandelte Produkte achten. Oder man wird selbst kreativ: Etwas Selbstgebackenes oder Gebasteltes, wie z. B. ein Kalender, kann viel Freude verbreiten und ist persönlich. Ich habe mich im letzten Jahr sehr über eine Baum- und Tierpatenschaft gefreut. Bei der Patenschaft für einen Blutorangenbaum gab es sogar noch eine Kiste Orangen dazu. Meinem Freund habe ich auch schon mal eine Tierpatenschaft geschenkt: Dabei habe ich mich für einen kleinen Verein entschieden, der sich um Schildkröten, Esel, Schafe und Alpakas kümmert und ihnen ein sorgenfreies Zuhause gibt. Die Tiere werden von tollen Menschen versorgt, die voll berufstätig sind und trotzdem mit viel Herzblut dabei sind und sich Zeit für die Tiere nehmen. Das finde ich extrem unterstützenswert. Unseren Patenesel dürfen wir auch besuchen und wenn er Lust hat, gehen wir mit ihm und seiner Herde spazieren.

Kling, Glöckchen, klingelingeling

Wenn die Glocken klingen, dann ist es Zeit für die Bescherung. Wenn die Feiertage vorbei sind, sieht man allerdings häufig Mülltonnen voller Geschenkpapier. Weniger Müll erzielt man schnell mit umweltfreundlichen Alternativen: Packpapier, recyceltes Papier, Kalenderblätter und Tageszeitungen oder auch Körbe, Kisten und Baumwolltaschen. Statt Geschenkband aus Plastik nehme ich gern Stoffbänder und Paketschnur. Zum Verschönern gibt uns die Natur viele Möglichkeiten: Strohsterne und Holzfiguren beispielsweise. Getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen und Anissterne bringen gleich noch einen weihnachtlichen Duft ins Haus. Wer auf ein paar Kleinigkeiten achtet, braucht auch beim Festtagsschmaus kein schlechtes Gewissen zu haben. Ich verzichtet seit meinem 15. Lebensjahr auf Fleisch und freue mich zur Weihnachtszeit auf Klöße, Rotkohl und eine leckere Pilzsoße von Mama. Wer auf Fleisch und Fisch nicht verzichten möchte, sollte hochwertiges Bio-Fleisch aus tiergerechter und regionaler Haltung nehmen. Beim Fisch achtet man am besten auf Bio- und Umweltsiegel. Ich wünsche auf jeden Fall: Guten Appetit!