Sparplan statt Sparbuch: So sorgen Sie für Ihre Kinder vor

Wer für Kinder Geld zurücklegen möchte, etwa um später ein Studium zu finanzieren, braucht eine Alternative zum zinslosen Sparbuch. Mit Aktienfonds und kleinen monatlichen Sparbeträge lassen sich einige Wünsche realisieren.

Zwar kann nichts auf der Welt die Freude über ein Kind aufwiegen, doch die Zahlen sind eindeutig: Kinder kosten Geld – und zwar viel. 150.000 € werden laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (2019) bis zum 18. Geburtstag für ein Kind in Deutschland ausgegeben. Je älter die Kleinen werden, umso teurer werden sie auch. Wo gestern noch eine Puppenküche der sehnlichste Wunsch war, ist es heute schon eine Spielkonsole und morgen vielleicht das Auslandsjahr. Die gute Nachricht: Es gibt einen einfachen und komfortablen Weg, um schon früh finanziell für die späteren Jahre vorzusorgen. Dieser Weg führt übers Sparen. Allerdings nicht wie früher per Sparbuch oder Spardose, sondern über die moderne Form eines Sparplans, bei dem das Geld in Investmentfonds fließt.

Das Ersparte für Ihre Kinder arbeiten lassen

Wer diesen Weg wählt, lässt das Ersparte an den Kapitalmärkten für sich arbeiten. Der wichtigste Vorteil gegenüber dem Sparbuch: Beim Fondssparen besteht die Chance, höhere Erträge zu erzielen. Das wird deutlich am Beispiel eines globalen Aktienfonds: Es zeigt den Vergleich zwischen Sparbuch, Tagesgeldkonto und Fonds, wenn Sie in den letzten 10 Jahren monatlich 100 Euro eingezahlt hätten. Ergebnis: Das Sparbuch erwirtschaftete mit den insgesamt eingezahlten 12.000 Euro gerade einmal 183 Euro Ertrag. Der Fonds schneidet am besten ab und machte 4.257 Euro Gewinn. Mit Blick auf die Vorsorge für Ihre Kinder macht es also einen gewaltigen Unterschied, wie Sie das Geld zurücklegen.

Aktienfonds-Sparpläne eignen sich bei langfristigen Sparzielen

Fest steht: Rendite ohne Risiko gibt es an den Kapitalmärkten nicht. Aktienfonds neigen zu Schwankungen, auch wenn Sie gestreut in eine breite Palette unterschiedlicher Aktien investieren und so das Risiko verteilen. Doch die Zeit, in der Ihre Kinder vom Baby zum Jugendlichen heranwachsen, ist der beste Verbündete gegen solche Aufs und Abs. Langfristig lag die Wertentwicklung an den Aktienmärkten in der Vergangenheit trotz aller Schwankungen stets im Plus. Und das wird auch in Zukunft so bleiben, solange die Wirtschaft wächst. Selbst nach schweren Wirtschaftskrisen haben die Kurse der Aktienmärkte meist innerhalb weniger Jahre wieder alte Höchststände erreicht und anschließend übertroffen. 

Sie müssen also nur die Ruhe bewahren und auch im Abschwung investiert bleiben, um beim folgenden Aufschwung dabei zu sein. Zwischenzeitliche Rücksetzer sind ganz normal und ein unvermeidbarer Teil des Investierens. 

Für langfristige Anlageziele – wie die Vorsorge für Ihre Kinder – sind breit streuende Aktienfonds ideal. Zwar sind Sie etwas schwankungsanfälliger als beispielsweise Rentenfonds, aber dafür dürfen Sie auch deutlich höhere Renditen erwarten: Etwa wenn Sie Geld für ein Studium in rund 20 Jahren zurücklegen möchten. In der Rückschau zeigt sich: Bei Ansparphasen von 10 bis 20 Jahren hatten Sie fast immer genug Zeit, zwischenzeitliche Rückschläge an den Aktienmärkten auszugleichen, den nächsten Aufschwung mitzunehmen und in Summe hohe Renditen zu erzielen. Dabei geht es nicht um Spekulationsgewinne, sondern um nachhaltige Erträge, die deutlich über dem Inflationsniveau liegen. Auf diese Weise können Sie den Wert des Ersparten langfristig erhalten und vermehren.

Fonds-Sparpläne sind flexibel

Ein weiteres Plus: Diese Form der finanziellen Vorsorge für die eigenen Kinder ist besonders flexibel. Sie können mit einer kleinen monatlichen Rate beginnen und zum Beispiel einen Teil des Kindergeldes zurücklegen. Die Rate können Sie dann jederzeit ändern, wenn Sie später mehr sparen können und wollen. Falls sich Ihre finanziellen Prioritäten kurzzeitig verschieben, können Sie den Sparplan pausieren. Es gibt keine Mindestlaufzeit oder Bindungsfrist. Das Sparen in Aktienfonds ist bei Fidelity schon ab 25 Euro im Monat möglich. 

Wenn Sie sich der Auszahlungsphase nähern, können Sie Sparpläne und das angesparte Kapital jederzeit umschichten. So investieren Sie beispielweise rechtzeitig vor dem Studienstart Ihrer Kinder in weniger schwankungsanfällige Anlageklassen. Das kann auch stückweise geschehen, wenn Sie das Ersparte nicht auf einen Schlag brauchen, sondern nach und nach entnehmen wollen. Dann fällt in den letzten Jahren der Ansparphase zwar die durchschnittliche Rendite etwas niedriger aus. Dafür verringern Sie aber auch das Risiko, mitten in einer Abwärtsphase Fondsanteile verkaufen zu müssen. Schließlich wollen Ihre Kinder das Studium nach dem Schulabschluss beginnen – und nicht erst, wenn die Börsen boomen. Sparpläne an den Kapitalmärkten sind also die modere Form des Sparens – auch für Kinder.