Was bedeutet Nachhaltigkeit? 
Und warum sind alle plötzlich
so umweltbewusst?

Egal, ob man sich selbst nun als besonders umweltbewusst empfindet oder nicht: Am aktuellen Nachhaltigkeitstrend kommt keiner mehr vorbei. Oder ist es vielleicht gar kein kurzlebiger Trend, der uns hier im grünen Jutegewand entgegenläuft? Ist es womöglich ein globales Umdenken, das uns zwingt, genau hinzusehen, wenn es um die begrenzten Ressourcen unserer Erde geht? Wir beleuchten für Sie, was hinter dem Begriff Nachhaltigkeit steckt und warum er gerade jetzt so oft verwendet wird.

Klimaschutz ist nach wie vor wichtig

Nachhaltigkeit wird heute in vielen unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Der Begriff taucht immer dann auf, wenn man ausdrücken möchte, dass man mit Ressourcen achtsam und vorausschauend umgeht – mit Blick auf die Zukunft und auf die zukünftigen Generationen. Dabei war die Umwelt den Deutschen kaum jemals so wichtig wie heute: Für zwei Drittel der Deutschen stellt der Umwelt- und Klimaschutz eine grundlegende Bedingung dar, um Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Das verrät jetzt eine Studie des Bundesumweltamtes, die im April 2021 veröffentlich wurde. Darin hatte sich gezeigt, dass der Klimaschutz für die Mehrheit der Bundesbürger nach wie vor bedeutsam ist. Zuvor hatte man vermutet, dass die Corona-Pandemie dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit wenig Raum lassen würde.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Ursprünglich stammt der Begriff „Nachhaltigkeit“ eigentlich aus der Forstwirtschaft des 17. Jahrhunderts. Damals nahm man sich vorgenommen, nicht mehr Bäume zu fällen als auch nachwachsen können. Klingt logisch. Auf diese Weise wollte man sicherstellen, dass auch die nachfolgenden Generationen noch genügend Holz zur Verfügung hatten. Doch erst viel später, 1987, im Brundtland-Report der Vereinten Nationen wurde daraus das heute gebräuchliche Verständnis von Nachhaltigkeit im Sinne einer Entwicklung, „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen können.“ Heute sind längst nicht mehr nur die Rohstoffe aus der Natur gemeint, wenn man von Nachhaltigkeit spricht. Auch Kapitalanlagen oder soziale Fragen können nachhaltig gestaltet werden. Die vielen damit verbundenen Aspekte, machen das Thema zunehmend komplex.

Nachhaltigkeit trotz Corona?

Im Grunde geht es beim Thema Nachhaltigkeit immer um zwei Aspekte: Gerechtigkeit gegenüber allen (kommenden) Generationen und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur. Beides geht Hand in Hand. Denn die Entscheidungen, die wir heute zugunsten unserer Umwelt treffen, beeinflussen direkt die Lebensgrundlage der Menschen – heute und in Zukunft. 

Viele stellen sich die Frage, ob das Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit trotz oder wegen der Corona-Pandemie derzeit so verstärkt erscheint. Hierzu wird oft die These aufgestellt, dass durch Corona eine große Anzahl von Menschen zum Nachdenken angeregt wurde. Der zwangsläufig veränderte Alltag, die reduzierten Kontakte und das zum Teil auch bewusstere Leben könnten die ohnehin schon erstarkte Umwelt-Orientierung beflügelt haben. Gerade die junge Generation hat sich in diesen Zeiten nach einem gemeinsamen Blick in die Zukunft gesehnt. Aber nicht erst mit Bewegungen wie Fridays for Future ist das Thema in den gesellschaftlichen Mittelpunkt gerückt. Auch konkret spürbare Veränderungen wie Dürren, Unwetter und andere Klimakatastrophen der letzten Jahre hatten bereits viele von uns mit Sorge erfüllt.

Lockdown für die Landschaft

In der Corona-Krise haben Umweltschutz und Nachhaltigkeit nun einen weiteren Boost bekommen. Nie war die Wirkungsweise des Menschen auf die Natur so deutlich zu sehen. Schon nach wenigen Wochen Lockdown konnte sich die Natur vielerorts sichtbar erholen. Luft- und Wasserverschmutzung gingen zurück. Auch der Energiebedarf insgesamt ist gesunken. Daraus scheint sich eine intensivere Auseinandersetzung mit Umweltfragen entwickelt zu haben. Es ist also nicht verwunderlich, dass 83 Prozent der für die Studie Befragten Bundesbürger, Industriestaaten wie Deutschland international in der Pflicht sehen, mit dem Klimaschutz voranzugehen. Wie langanhaltend und wie tiefgreifend diese Veränderung wirklich sein wird, wird die Zukunft zeigen.

Nachhaltig einkaufen

Auf dem Wochenmarkt einkaufen, Fahrradfahren, Mehrweggläser verwenden: Selbst kleine Veränderungen im Alltag können etwas bewirken. Schließlich senden wir als Nutzer und Konsumenten Signale an die Industrie, die ihre Angebote danach ausrichtet. Der Wunsch nach weniger Verpackungen in Supermärkten hat beispielsweise schon zu einer Veränderung geführt. Viele Geschäfte bieten bereits an, mitgebrachte Kunden-Behältnisse zu befüllen.
Auch an anderen Stellen gibt es Alternativen im Alltag, die sich teilweise ganz leicht einbauen lassen: Wie wäre es zum Beispiel mit dem Einkauf in einem Second-Hand-Shop oder vielleicht sogar einmal bei einer Tauschbörse vorbeischauen? Einem Produkt eine zweite Chance zu geben, schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Beim Kochen ans Klima denken

Auch bei der Ernährung lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Versuchen Sie, saisonale Produkte aus der Region zu wählen. Avocados sind zwar lecker, aber sie haben eine lange Reise hinter sich, bis sie bei uns auf dem Teller landen – eine vermeidbare Belastung für die Umwelt. Auch fleischlose Tage und die Verwertung von Resten im Speiseplan helfen der Umwelt. Besonders groß ist der Effekt, wenn man auch beim Haus bauen oder kaufen auf die Umwelt achtet. Zum Beispiel, indem man Energie spart durch Wärmedämmung und Sanierung. Doch auch wer nicht gerade ein großes Bauprojekt plant, kann auf die Energie achten, indem er zum Beispiel den Rechner möglichst nicht in den Stand-By-Betrieb setzt. Übrigens: Laptops haben einen geringeren Stromverbrauch als Stand-PCs.

Nachhaltigkeit bei Daimler VVD

Für Daimler VVD bedeutet Nachhaltigkeit auch, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb ist Nachhaltigkeit für Daimler VVD eines der wichtigsten Zukunftsthemen überhaupt. Das Team vom Daimler Vorsorge und Versicherungsdienst möchte selbst einen Beitrag leisten und hat dafür bereits die Grundsteine gelegt. Eines der definierten Ziele: Bis zum Jahr 2022 35 % Papier einsparen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich der Daimler VVD in den letzten Monaten der Herausforderungen gestellt, Prozesse zunehmend zu digitalisieren, Tools einzuführen und im Büroalltag auf Ausdrucke zu verzichten. Auch die Kunden wurden gebeten, dieses Ziel zu unterstützen. 40.000 von ihnen konnten bereits für das Vorhaben begeistert werden.

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Papierlos glücklich

Es ist ein wunderbares Signal, dass es immer mehr Kunden werden, die gerne Papier sparen wollen. Aber auch die Kollegen selbst haben schon viel bewegt: Sie haben mehr als 70 Geschäftsprozesse identifiziert, die das Potenzial haben, Papier einzusparen. Gemeinsam mit den Versicherungspartnern hat Daimler VVD Lösungen gefunden, um Papierversendungen zu vermeiden und Arbeitsabläufe zu digitalisieren. Auch die digitale Signatur und Maklerportale haben dabei geholfen, den Papierverbrauch spürbar zu reduzieren. Und das hat sich gelohnt: Das 35 %-Ziel wurde sogar übertroffen. Daimler VVD hat bereits 80 % Papier eingespart. Dieser Meilenstein ist ein großer Ansporn, die Prozesse noch weiterhin zu schärfen und noch mehr Papier einzusparen.